Schützengau Passau Stadt und Land blickt bei Jahreshauptversammlung auf erfolgreiches Vereinsjahr zurück

Der Schützengau Passau Stadt und Land zog bei seiner Jahreshauptversammlung im Hofstüberl Grundmüller in Sölling eine durchweg positive Bilanz. Gauschützenmeister René Wiedenbein begrüßte zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Schützenwesen, darunter stellvertretenden Landrat Klaus Jeggle, Passaus Bürgermeister Andreas Rother, 2. Bezirksschützenmeister Heinrich Aigner sowie die beiden Ehrenmitglieder Hans‑Joachim Ramisch und Hans Hobelsberger. Ebenso hieß er seinen Stellvertreter Martin Gründobler, die gesamte Gauvorstandschaft, alle Referenten, Schützenmeister, Sportleiter sowie Vertreter der angeschlossenen Schützenvereine herzlich willkommen.

Nach dem traditionellen Totengedenken folgte der umfassende Jahresbericht des Gauschützenmeisters. Mit aktuell 38 Gauvereinen und 3.335 Mitgliedern zeigen sich die Mitgliederzahlen weiterhin stabil, wobei rund ein Drittel der Mitglieder Frauen sind. Besonders erfreulich ist der starke Nachwuchs, der in den Vereinen sportlich betreut und ausgebildet werde. Diese intensive Jugendarbeit stelle einen wichtigen Baustein für die Zukunft der Schützenvereine dar. Gleichzeitig wies Wiedenbein darauf hin, dass sich bei einzelnen überalterten Vereinen langfristig strukturelle Herausforderungen abzeichnen könnten.

Besonders begrüßt wurden die neu gewählten Schützenmeisterinnen und Schützenmeister: Michaela Wiesner‑Priller, Jakob Valentin Schätz, Doris Meth und Lukas Kronawitter, gewählt im Jahr 2025, sowie Benjamin Hartl und Max Kinateder, gewählt 2026. Wiedenbein dankte ihnen für die Übernahme dieses verantwortungsvollen Ehrenamtes und wünschte eine glückliche Hand bei der Vereinsführung. Als neue Referenten konnten für die Auflageschützen Siegfried Wirtl und für die Mitgliederverwaltung Birgit Wiedenbein gewonnen werden. Herzlichen Dank sprach Wiedenbein auch der Stadt und dem Landkreis Passau für die gute Zusammenarbeit und die stets wohlwollende und großzügige Unterstützung aus.

Sportleiter Marco Wolf zog eine beeindruckende sportliche Bilanz. Bei den Gaumeisterschaften qualifizierten sich 604 Starter in 51 Disziplinen an 17 Schießtagen und sieben Austragungsorten. Auf Bezirksebene errangen die Schützen aus dem Passauer Gau 28 Gold‑, 19 Silber‑ und 16 Bronzemedaillen, auf Landesebene kamen 7 Gold‑, 3 Silber‑ und 2 Bronzemedaillen hinzu. Wolf dankte besonders seinen Stellvertretern Benjamin Hartl und Christian Stemplinger, Gewehrreferenten Maximilian Eibl, Bogenreferentin Christine Schäfer, RWK‑Leiter Benjamin Resch, den Hutthurmer‑Pokal‑Referenten Raphael und Sebastian Schinkinger sowie Gaujugendleiter Florian Himmelsbach für die hervorragende Zusammenarbeit. Erfreulich sei zudem der deutliche Anstieg der Teilnehmerzahlen beim Gaukönigschießen, was die Wirksamkeit der getroffenen organisatorischen Maßnahmen bestätige.

Kassier Andreas Knödlseder berichtete von einem soliden Kassenstand. Dank Spenden, umsichtigem Wirtschaften und erfolgreichen Veranstaltungen konnte ein Plus erwirtschaftet werden, das vor allem der Jugendarbeit zugutekommt. Die Kassenprüfung durch Werner Sonndorfer verlief ohne Beanstandungen, die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.

RWK‑Leiter Benjamin Resch zeigte sich in seinem Bericht sehr zufrieden mit dem Verlauf der Rundenwettkämpfe im vergangenen Sportjahr. Insgesamt beteiligten sich 75 Mannschaften an den Wettbewerben, die sich auf die Disziplinen Luftgewehr stehend freihändigNachwuchsbereichAuflage sowie Luftpistole verteilten. Über 330 Schützinnen und Schützen kämpften dabei um Ringe und Platzierungen, was die große Akzeptanz und Bedeutung der Rundenwettkämpfe eindrucksvoll widerspiegelt. Besonders positiv hob Resch die sehr gute Beteiligung an der Siegerehrung hervor. Nahezu jeder Verein war vertreten, was er als große Wertschätzung gegenüber den aktiven Sportlerinnen und Sportlern wertete. Ein solches Miteinander stärke nicht nur den sportlichen Wettbewerb, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb des Gaus.

Referent für den Hutthurmer Pokal, Sebastian Schinkinger, berichtete von einem sehr erfolgreichen Wettbewerb. Insgesamt beteiligten sich 33 Luftgewehr‑, 22 Luftpistolen‑ sowie 24 Luftgewehr‑Auflage‑Mannschaften, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr darstelle. Der Bericht von Bogenreferentin Christine Schäfer, vorgetragen durch den Gauschützenmeister, zeigte erneut die sportliche Stärke der Bogenschützen. Trotz eines notwendigen Parcours‑Umzugs erzielten sie zahlreiche Erfolge auf Bezirks‑, Landes‑ und internationaler Ebene.

Gaujugendleiter Florian Himmelsbach lobte die engagierte Jugendarbeit vieler Vereine. Besonders hervorgehoben wurden Vereine mit hohem Jugendanteil, darunter der SV Denkhof (37 %), die Braunschützen (35 %), der SV Mahd (35 %), die Sportschützen Schalding l. d. D. (31 %), die Dettenbachschützen (30 %), die Sportschützen Tiefenbach (29 %), der SV Hutthurm (27 %) und die Dreiburgenschützen Tittling (24 %). Der Gaujugendtag in der Kegelhalle sowie die Erfolge beim Shooty‑Cup auf Bezirksebene mit dem 1. Platz durch Emma Weikelsdorfer und Sophia Kölbl von den Sportschützen Tiefenbach unterstrichen die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit im Gau.

Böllerreferent Erich Schreiner berichtete ausschließlich Positives: Der Gau zählt inzwischen sieben Böllergruppen mit rund 140 Böllerschützen, Tendenz steigend. Er dankte insbesondere für die Unterstützung durch den Landkreis.

Der stellvertretende Landrat Klaus Jeggle hob in seinen Grußworten die besondere Bedeutung des Schützenwesens in Bayern hervor. Die Verbindung aus gelebtem Heimatgefühl, Tradition und Gemeinschaft mache die Schützenvereine zu einem wichtigen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Die Arbeit der Schützenvereine leiste einen wertvollen Beitrag zur sinnvollen Freizeitgestaltung junger Menschen und zur Stärkung sozialer Strukturen. Dieses ehrenamtliche Engagement werde vom Landkreis sehr geschätzt und ausdrücklich gewürdigt. Passaus Bürgermeister Andreas Rother zeigte sich erfreut, erneut an der Jahreshauptversammlung des Schützengaus teilnehmen zu dürfen, was für ihn inzwischen fast schon zur Tradition geworden sei. Er dankte dem Gauschützenmeister und allen Verantwortlichen für ihr großes Engagement zum Erhalt und zur Pflege der Schützentraditionen. Die Berichte aus den einzelnen Bereichen hätten eindrucksvoll gezeigt, wie viel ehrenamtliche Arbeit, Organisationstalent und persönlicher Einsatz hinter dem Schützenwesen stecke. Gerade diese kontinuierliche Arbeit sei es, die das Vereinsleben lebendig halte und weit über den sportlichen Bereich hinauswirke. Rother betonte, dass die Stadt Passau dieses Engagement sehr schätze, und freue sich bereits auf die kommenden Veranstaltungen des Schützengaus, insbesondere auch auf das traditionelle Herbstdultschießen. 2. Bezirksschützenmeister Heinrich Aigner hob hervor, dass im Raum Passau Sport und Brauchtum gleichermaßen großgeschrieben würden. Besonders erfreut zeigte er sich über die erfolgreiche Pflege der Böllertradition und die gut besuchten Lehrgänge, was für eine hohe Motivation und einen engagierten Referenten spreche. Ebenso lobte er die konsequente und erfolgreiche Jugendarbeit im Gau.

Helga Wiedenbein

Ehrungen und Auszeichnungen

Für erfolgreiche Mitgliedergewinnung wurden ausgezeichnet: FSG Passau (+ 16), Hacklberger Schützen (+ 14) und Sportschützen Ruderting (+ 9).
Für besondere Verdienste um das Böllerwesen erhielt Erich Schreiner das Ehrenzeichen in Silber, Claudia Schreder wurde mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet.

Weitere Ehrungen:
Gau‑Silber: Michaela Wiesner‑Priller, Doris Meth, Steffen Weidekat, Max Kinateder, Lukas Kronawitter
Gau‑Gold: Martin Gastinger, Josef Fußeder, Alfons Grünberger, Karl Grymer, Robert Freund